Schwangerschaftsupdate 13. – 15. Ssw

Moin, moin ihr Lieben ♥
Heute geht es weiter mit dem dritten Schwangerschaftsupdate. Auf meinem YouTube-Channel habt ihr wie immer die Möglichkeit euch die passenden Videos anzuschauen.

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Mein Traum der Hausgeburt ist geplatzt. Laut Arzt habe ich eine Risiko-Schwangerschaft und mit den ganzen Komplikationen bisher ist es einfach zu riskant.
Ich rufe insgesamt 35 (!) Hebammen an um wenigstens eine für die Wochenbettzeit zu bekommen. Ich bekomme eine Absage nach der anderen: „Wir sind voll“ – „Wir haben im Juli Urlaub“

 

 

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SSW14
Ich spüre zum ersten Mal einen Tritt. In mir bewegt sich etwas. Wahnsinn. Dadurch wird die Schwangerschaft noch etwas realer und ich weiß: Baby, du bist da. Ich kann durchatmen.
Ich kann wieder mehr essen – aber nicht bei mir behalten. Ich zwinge mich dazu mehrere kleine Portionen am Tag zu essen und viel zu trinken.

 

 

SSW 15
Die Grippe wird schlimmer. Ich bekomme Fieber und muss wieder mehr brechen. Pro Nacht kann ich nur 2-3 Stunden schlafen. Mir fehlt die Kraft für alles.  ABER! Ich habe endlich eine Hebamme!!! Sie kommt vorbei und verpasst mir zum ersten Mal Akkupunktur gegen die Übelkeit. Die ersten 6 Stunden danach ging es mir sehr schlecht, erst danach wurde es langsam besser.
Meine Freundinnen schenken mir die ersten Babysachen und mir wird wieder bewusst: Du bist wirklich schwanger.

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Damit der Text nicht zu lang wird, habe ich mich dazu entschlossen bei jedem Update folgenden kleinen Steckbrief auszufüllen.

Schwangerschaftswoche: 13. – 15. Ssw.

Babygröße/Babygewicht: 
Woche 13: Du bist so groß wie eine Kiwi, ca. 7,4 cm (Scheitel bis zum Steiß) und wiegst ca. 23 Gramm.
Woche 14: Du bist so groß wie eine Pfirsich, ca. 8,7 cm (Scheitel bis zum Steiß) und wiegst ca. 43 Gramm.
Woche 15: Du bist so groß wie eine Birne, ca. 10,1 cm (Scheitel bis zum Steiß) und wiegst ca. 70 Gramm.

Symptome/Komplikationen: Husten, Fieber, Erbrechen, Narben schmerzen, Wasser in den Füßen

Arzttermine: Keine

Gewicht: -21 kg

Geschlecht: 75 % Tendenz in Woche 12. Wird aber erst bestätigt wenn es ein weiteres Outing gibt.

Gefühlsmodus: zwischen kompletter Erschöpfung und Freude, aufgrund der Tritte

Heißhunger: Wassereis!!! Kiwi, Erdbeeren, Spaghetti, Ahoi-Brause Himbeere mit Apfellollies 😀

Das mag ich: Spuckfreie Zeiten. Die Babys im Ultraschall zu sehen.

Das kann ich zur Zeit gar nicht ab: fettiges Essen,  Brot, Thunfisch

Kindsbewegungen: Babyerbse tritt in der 14. Ssw zum ersten Mal

Geburtsanzeichen: Keine.

In wenigen Tagen gibt es das nächste Update.

Bis Bald,
eure Tanja

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Meine Geburten #OhneHebamme / Blogparade

Als die Perlenmama zur Blogparade #OhneHebamme auffrief, wollte ich am liebsten sofort losschreiben. Ich habe überlegt wie die Geburten von Püppi und Mini ohne Hebamme abgelaufen wären. Leider waren die Erlebnisse mit den Hebammen des Krankenhauses im ständigen Wechsel nicht besonders angenehm.

Püppis Geburt 2006

Der Traum
Ich liege seit 32 Stunden im Krankenhaus in den Wehen. Ich bin 18 Jahre alt, habe aber keine Angst vor der Geburt. Die Schmerzen kann ich gut verarbeiten/veratmen. Ich bin wahnsinnig stolz auf mich selbst und trotz der langen Zeit und der immer stärkeren Wehen freue ich mich darauf bald mein Kind im Arm zu halten. Die Presswehen fangen an. Ich weiß, gleich ist es soweit und ja ich schaffe das!! Ich liege in der Badewanne und lasse mich durch die Geburtswellen treiben. 3 Presswehen und mein Baby ist da. So wie ich es wollte, nehme ich es selbst in Empfang, schneide alleine die Nabelschnur durch. Es ist ein Mädchen. Mein kleines Mädchen. Meine Beleghebamme ist stolz auf mich und weint mit mir. Alles lief perfekt und so wie ich es mir immer gewünscht habe….

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Püppi kurz nach ihrer Geburt

Die Wahrheit
Ich liege seit 32 Stunden im Krankenhaus in den Wehen. Alleine. Meine Hebamme kann mich nicht begleiten. Sie kann und darf nicht mit ins Krankenhaus. Ich bin 18 Jahre alt, habe aber keine Angst vor der Geburt. Die Schmerzen kann ich gut verarbeiten/veratmen. Ich bin wahnsinnig stolz auf mich selbst und trotz der langen Zeit und der immer stärkeren Wehen freue ich mich darauf bald mein Kind im Arm zu halten. Ich durchlebe einen Hebammenwechsel nach dem anderen. Die ersten sind Krankenschwestern, keine Hebammen. Die 2 Azubis die mich betreuen massieren mich und sind fröhlich. Sie sprechen mit mir über meinen Geburtsplan und wie gut sie es finden das ich mich mit 18 Jahren so mit dem Thema auseinandergesetzt habe und angstfrei an die Geburt heran gehe. Trotz starker Wehen, lachen wir zusammen. Dann folgt ein weiterer Hebammenwechsel und der Horror beginnt: 18 Jahre? Ahja. Schon schwanger. Wieso noch keine PDA? Wie?! Das willst du nicht?! Gott Kind du hast keine Ahnung. Ohne packst du das sowieso nicht! Hättest dich gleich aufschneiden lassen sollen.
Puff. All mein Selbstvertrauen und die Kraft die ich hatte schwinden dahin. Widerwillig unterschreibe ich schon einmal die Formulare für die PDA, dabei brauche ich sie nicht und will sie auch gar nicht. Ich weiß das ich es so schaffe, aber auf mich will keiner hören. In deren Augen bin ich selbst noch ein Kind. Ich werde schikaniert, gedemütigt und in all meinen Wünschen unterdrückt. Mir wird die PDA tatsächlich aufgezwungen und ich darf nur noch liegen. Keine Wassergeburt. Kein Sitzen. Liegen.
Ich spüre das die Geburt losgeht, das ich pressen muss. Mein Baby will zu mir. Ich richte mich langsam auf, klingel nach der Hebamme. Die kommt rein und sagt: Was wollen sie jetzt schon wieder (ich, die immer still alles allein veratmet hat und NIE geklingelt hat)?! Ich sage ihr: es geht los. Mein Baby will kommen und ich muss pressen. Die Hebamme lacht und sagt: Du hast keine Ahnung und wir haben gerade Schichtwechsel. Das dauert noch Stunden.
Bumm. Wieder ein Schlag ins Gesicht und ich fange WIEDER an zu zweifeln. Was wenn sie recht hat und ich meinem Körper NICHT trauen kann?!
5 Minuten später halte ich es nicht mehr aus. Ich rufe die Hebamme wieder. Die neue Schicht kommt herein und meckert mich wieder an: Ich muss erst noch die Papiere fertig machen, das geht noch nicht los!!! Dieses mal bin ich stark. Ich schreie zurück das sie gefälligst einen Blick unter die Decke werfen soll. Sie will wieder gehen. Ich presse. Ich halte es nicht aus. Das bewegt sie tatsächlich dazu nachzusehen und schwupp. Der Kopf war schon fast da. Die Ärztin wird panisch gerufen, Hektik entsteht. Ich presse und 3 Wehen später ist mein kleines Mädchen da – und die Ärztin kommt gerade herein. Ich hab mein Baby alleine bekommen. Meine Hebamme hat nichts gesagt, nichts getan. Sie stand nur da. Ich sage ich möchte sie hochnehmen und die Nabelschnur durchschneiden, da ist sie schon durchgeschnitten. Von der Hebamme. Und mein Baby? Es schreit, es geht ihm gut. Aber ich darf es nicht halten. Es wird gleich untersucht und gewogen. Kuscheln darf ich nicht. Mir wird nicht mal gesagt ob es ein Mädchen ist. Die Nachgeburt kommt und zum ersten Mal schreie ich vor Schmerz. Ich bin gerissen. Hochgradig und es tut weh. Aber weder Hebamme noch Ärztin haben Zeit.
Ich bekomme mein Baby, mein Mädchen, 10 Minuten später auf den Arm. Ich bin so wahnsinnig traurig….Die Zeit auf der Wochenbettstation war genauso schlimm. Die Hebammen und Krankenschwestern dort haben mich nicht ernst genommen.
Zuhause habe ich MEINER Hebamme davon berichtet. Sie hat viel versucht und getan um mir über die Geburt und die Zeit im Krankenhaus hinweg zu helfen. Aber ich rutschte trotzdem in eine tiefe postnatale Depression herab.

Ich bin mir sicher das ich mit der Unterstützung meiner Hebamme meine Wunschgeburt komplett erlebt hätte. Sie hätte mich ermutigt und dafür gesorgt das keiner mir und meinen Wünschen im Weg steht. Mit ihr im Kreißsaal wäre die Bindung zu meiner Tochter viel intensiver geworden. Ich hätte mein Selbstbewusstsein nicht verloren und wäre so stark gewesen. Aber mir wurde es verweigert.
Selbst 11 Jahre später tut es noch weh und macht mich wütend.

Minis Geburt 2012

Babybauch Mini 2012

Kurz bevor die Geburt losging

Der Traum
Ich bin jetzt  in der 41. Ssw, aber immer noch beruhigt. Mein kleines Baby kommt, wann es kommen will. Die Zeit wird kommen. Ich bin in der 42. Ssw und die Wehen fangen an. Genau wie bei Püppis Geburt bin ich von Anfang an ruhig und veratme die Wehen. Ich habe keine Angst vor der Geburt. Ich freue mich nur auf mein zweites, kleines Mädchen. Als die Wehen stärker werden, rufe ich meine Hebamme an. Sie sagt wir können jetzt ins Krankenhaus fahren und treffen uns vor dem Kreißsaal. Ich brauche keine PDA, bin mit mir selbst im Einklang und äußere den Wunsch jetzt in die Wanne zu gehen, da ich das Gefühl habe das es nicht mehr lange dauert. Meine Hebamme vertraut mir. Sie lässt das Wasser in die Wanne ein. Mini kommt innerhalb von 45 Minuten auf die Welt. Ich empfange sie und durchtrenne ihre Nabelschnur.

Mini 3 Tage nach der Geburt

Mini 3 Tage nach der Geburt

Die Wahrheit
Ich bin weit über den Termin. Jeden zweiten Tag muss ich zu einem Frauenarzt, nicht mein Frauenarzt. Sie ist im Urlaub und somit musste ich mir au die schnelle einen anderen suchen. Angeblich ist mein Baby schon viel zu groß und hat zu wenig Fruchtwasser. Also geht es ins Krankenhaus. Zur Einleitung und auch wieder ohne meine Hebamme. Ich geh jetzt nicht genau auf die 4 Tage Einleitung ein. Denn es war ein schwerer Kampf und ein auf und ab. Wehenfördernde/einleitende mittel am morgen, Wehenhemmer am Abend („wir haben keine Lust auf eine Nachtgeburt…äh ok).
Dann geht die Geburt endlich los. Ich habe keine Kraft mehr und verlange dieses Mal eine PDA. Die Presswehen gehen los und legen mich lahm. Minis Kopf will einfach nicht heraus. Ich habe solche Schmerzen, wie noch nie zuvor in meinem Leben. Ich habe das Gefühl mein Schambein zerbricht. Ich fühle mich hilflos. Meine Begleiterinnen auch. Die Hebamme beharrt darauf das ich es schaffe. Da ich im nachhinein meinen Geburtsbericht angefordert habe, weiß ich wie lange ich versucht habe zu pressen und Mini auf die Welt zu bringen: 3 Stunden. Es dauerte 3 Stunden bis die Ärztin heimlich einen Oberarzt rief, da sie sich gegen die wütende Hebamme nicht durchsetzen konnte. 3 Stunden bis der Oberarzt herein kam und mich sofort in den OP brachte und Mini blau zur Welt kam. Und was sagt Frau Hebamme dazu (natürlich erst als meine Mutter und Freundin gegangen waren)? Im Aufwachraum im Kreißsaal sagt sie zu mir: Hätten sie sich nicht so angestellt, wäre ihre Tochter auf natürlichem Wege zu Welt gekommen. Länger als 45 Minuten hätten Sie sicher nicht mehr gebraucht.

Auch hier bin ich sicher das ich mit der Unterstützung meiner Hebamme meine Wunschgeburt komplett erlebt hätte. Sie hätte mich ermutigt und mich nicht zu einer Einleitung gezwungen. Denn mein großes, angebliches 4800 Gramm Baby, wog nur 3650 Gramm. Ich weiß das die komplette Geburt mit ihr selbstbestimmt und wunderschön gewesen wäre……

Jetzt, bei Baby Nr.3, bekomme ich zwar nicht meine gewünschte Hausgeburt, aber ich habe eine Hebamme an meiner Seite. MEINE Hebamme. Und ich hoffe mit ihr erlebe ich die Geburt die ich mir schon immer gewünscht habe.

Eure Tanja

Den Blog von der Perlenmama findet ihr unter: http://perlenmama.de
Ihren Blogbeitrag und alle Informationen darüber findet ihr >>> HIER <<<

 

Und es tut immernoch weh – Goodbye Baby

SSW 10+3
Heute ist der Arzttermin. Die Ärztin schallt und schaut. Baby1 winkt in die Kamera. Baby2 ist gegangen. Es ist nur noch eine Babyerbse zu sehen.

Bumm.
Ich dachte ich wäre darauf vorbereitet gewesen das genau das passieren KANN. Auf den Schmerz, den ich bereits im Februar und August auf mich einprasseln lassen musste.
Aber das war ich nicht.
Ich war – und bin es noch immer – gefangen. In einer Spirale aus Freude, das wir ÜBERHAUPT schwanger geworden sind und ein Baby erwarten und der Trauer das Baby2 nicht mehr bei uns ist.

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Bild: pixabay.com

Als die Ärztin suchte und suchte, kamen mir schon die Tränen. Ich wusste:
Baby2 hat es nicht geschafft. Ich wollte ihre Worte trotzdem nicht hören. Nein, bitte. Baby2 versteckt sich nur und die Blutungen gestern waren ganz normal.
Meine Ärztin begleitet uns jetzt schon durch die ganze Kinderwunschzeit und ist wirklich wundervoll. In diesem Moment waren ihre Worte, ihr Trost und ihre Zuversicht das Baby1 es trotzdem schafft mein Rettungsanker. Ohne sie hätte ich die Praxis nicht stehend verlassen können.

Als ich Zuhause war, brach es jedoch über mich hinein. Mein Baby ist weg. Wirklich fort. Statt Zwillingen, bekommen wir nur noch ein Baby.
Kaum jemand wusste davon das wir Zwillinge erwarten. Als hätte mein Herz mich vorgewarnt. Ich schrieb mit meiner Freundin, erzählte mir vom Arzttermin.
Sie fragte mich: Wie geht es dir?
Meine Antwort war: Ich bin traurig, kann nicht aufhören zu weinen und bin trotzdem erleichtert und glücklich das Baby1 noch bei uns ist.
Bumm.
Dieser Zwiespalt zerreißt mich. Wie kann ich mich einerseits auf unsere Babyerbse freuen und gleichzeitig Baby2 betrauern?

Denn jedes gottverdammte Mal wenn ich beim Frauenarzt sitze und mein Baby auf dem Ultraschall sehe denke ich:
Da wären jetzt eigentlich zwei.
Immer wenn jemand lachend zu mir sagt:
Dein Bauch ist so dick, sicher das da keine Zwillinge drin sind?
Kommen mir die Tränen.
Ich durfte mir Sprüche anhören, wie:
„Sei froh das du wenigstens noch ein Baby hast…“
„Das war ja noch kein richtiges Baby!!!“
„Jetzt hör auf zu weinen, das ist doch schon ewig her!“
„2 Babys wären doch eh zuviel Arbeit gewesen!“
„Dein Körper wusste das du mit 2 Babys nicht zurecht kommen würdest und hat deswegen Baby2 abgestoßen. Das war so gewollt.“
„Hättest du ‚man weniger gespuckt!“

Denkt ihr das mir DAS hilft? Das mir diese Sprüche dabei helfen den Verlust zu verarbeiten und mich irgendwann voll und ganz auf die Babyerbse zu freuen?!

Ich bin nicht ihr. Ich bin ich selbst. Mir tut es immer noch weh. Jeden Tag.
Und auch die nächsten Wochen werden daran nichts ändern.

Ob es durch die Geburt anders wird? Ich weiß es nicht. Aber ich habe Angst. Furchtbare Angst, das ich immer wenn ich meine Babyerbse ansehe mich frage wie Baby2 wohl aussehen würde. Was wenn die Babyerbse anfängt zu krabbeln und ich mich nicht freuen kann weil Baby2 nicht da ist und mit um die Wette robbt?!

Wird es je aufhören wehzutun?!

Schwangerschaftsupdate 8. – 12. Ssw

Moin, moin ihr Lieben ♥
Heute geht es weiter mit dem zweiten Schwangerschaftsupdate. Auf meinem YouTube-Channel habt ihr wie immer die Möglichkeit euch die passenden Videos anzuschauen.

SSW 8
Ich sage für den ganzen Monat meine Kurse ab. Die Übelkeit und das Erbrechen sind schlimmer geworden. Ich breche bis zu 40 mal am Tag und muss mich regelrecht zwingen, überhaupt etwas zu essen. Meine Kraft lässt nach. Olivia morgens in den Kindergarten zu bringen ist unmöglich. Sie muss zuhause bleiben

SSW 8+4
Olivia heute ausnahmsweise zum Kindergarten, ich zum Arzt. Ich halte es nicht mehr aus. Ich brauche etwas gegen die Übelkeit und bekomme Vomex.

SSW 8+5
Im Kindergarten sind mittlerweile 50% der Kinder erkrankt. Hallo Noro-Virus. Ich bekomme Panik das Olivia sich auch angesteckt hat, aber ihr geht es gut. Der Kindergarten wird geschlossen. Hingebracht hätte ich sie sowieso nicht – das Risiko wäre mir zu hoch gewesen.

SSW 8+6
Der Tag beginnt um 3 Uhr. Ich bekomme Krämpfe und muss mich wieder übergeben. Ich behalte den ganzen Tag nichts in mir. Wasser fliegt innerhalb von Sekunden wieder heraus. An Essen darf ich gar nicht denken. Ich spucke im 3 Minuten-Takt und habe totale Krämpfe, denn der Magen ist leer und das seit Stunden. Das Badezimmer verlasse ich an diesem Tag nicht mehr.

SSW 9
Diagnose: Noro-Virus. Bei mir. Ich spucke mehr als sonst (dass das möglich ist hätte ich nicht gedacht). Ich habe Anzeichen von Austrocknung und muss ins Krankenhaus. Hallo Infusion. Abends entlasse ich mich selbst. Das Krankenhaus löst bei mir immernoch Panik aus.
Am nächsten Tag wird es ETWAS besser. Tee, Wasser und Brühe bleiben (teilweise) im Magen. Ich spucke noch immer. Nicht gerade wenig. Und bin kraftlos.
Die ganze 9. Schwangerschaftswoche verlasse ich das Haus nicht. Ich sage Termine ab und bleibe auf dem Sofa/im Bett. Ich kann nicht mehr.
– 11 Kg in 2 Wochen…
Unser Plan war es die Schwangerschaft Weihnachten zu verkünden. Ich wollte warten bis ich wusste wie es Babyerbse 2 geht (FA Termin 2 Tage vor Weihnachten). Meine Mutter bekam mit wie schlecht es mir geht. Ich wollte sie nicht länger belügen und habe ihr und meinem Stiefvater aus diesem Grund gesagt das sie wieder Großeltern werden, jedoch mt der Bitte es erst einmal für sich zu behalten.

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SSW 10
Es geht mir etwas besser. Ich nehme wieder festes Essen zu mir. Die Übelkeit und das Erbrechen sind aber noch nicht weg. Ich spucke noch immer. Ich habe leichte Blutungen am Abend, fahre jedoch nicht zum Krankenhaus da ich am nächsten Morgen einen Termin bei meinem FA habe.

SSW 10+3
Heute ist der Arzttermin. Die Ärztin schallt und schaut. Baby1 winkt in die Kamera. Baby2 ist gegangen. Es ist nur noch eine Babyerbse zu sehen.

SSW 10+ 4 – 11
Es ist Weihnachten. Ich kann mich nicht freuen. Ich bin traurig und habe mich dazu entschlossen es keinem zu sagen. Baby2 bleibt unser kleines Geheimnis, denn niemand – wirklich niemand kann und wird verstehen wie es sich anfühlt plötzlich nur noch ein Baby im Bauch zu haben. Ich durfte mir von denjenigen, die es im Vertrauen erfahren haben schon genug Sprüche anhören. Ich kann und will das nicht.
Heiligabend. Wir sitzen bei meiner Mutter und genießen den Abend. Wir haben einen WhatsApp Familienchat. Da mir keine „normalen“ Hosen mehr passen, möchte ich gerne am nächsten Tag meine Umstandshose anziehen und muss somit jetzt schon verkünden das wir Nachwuchs erwarten.
3 – 2 – 1  -> Bild abgeschickt.

juli2017

Wir sind schwanger!

Ich habe nicht erwartet das sie in Freude ausbrechen. Wirklich. Dafür kenn ich sie zu lange und zu gut. Aber etwas gespielte freundlichkeit und Glückwünsche waren in meinen Augen nicht zuviel erwartet. Es kamen dann einige Nachrichten. Nicht von allen. Aber nunja. Sie wissen Bescheid und fertig. Es ist unser Kind. Wir haben vor langer Zeit diese Entscheidung getroffen. WIR freuen uns. Also scheiß auf die Meinung der anderen.
1. Weihnachtsfeiertag:
Die Nacht war der Horror. Olivia hat zuviel durcheinander gegessen und sich nachts in ihrem Hochbett ( 1,70 m hoch) nach unten übergeben. Der Mann konnte nicht helfen (er konnte den Geruch nicht ab…..) und so musste ich Kind und Zimmer säubern. Kind säubern, Schüssel halten und gleichzeitig in den Eimer neben mir spucken. Kinderzimmer wischen und alle 10 Sekunden dabei selber brechen. Am morgen sind alle müde, aber uns geht es einigermaßen. Wir gehen essen und ich bestelle mir nur einen kleinen Salat. Allgemein esse ich an Weihnachten weder Torte, noch süßes. Mein Magen kann das nicht ertragen. Von der Familie kommt kein Wort zum Bauch oder der Schwangerschaft.

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Babybauch am 1. Weihnachtsfeiertag

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Babybauch am 2. Weihnachtsfeiertag

2. Weihnachtsfeiertag
Wir fahren zu meinen Schwiegereltern + Schwägerin mit Freund und ich habe WIRKLICH Angst. Ich habe angst vor ihrer Reaktion. Angst, das auch sie gleichgültig oder mit einem „Oh Gott!!!!“ reagieren. Ich verstecke meinen Bauch unter dem Blazer und versuche ihn so gut es geht einzuziehen. Noch vor dem Essen verteilen wir die „speziellen“ Wir-Sind-Schwanger-Geschenke. Alle freuen sich. Mirkos Mutter weint sogar und ich bin überglücklich und erleichtert. Genau SO eine Reaktion habe ich mir ewünscht. Geteilte Freude ♥

SSW 11
Die nächsten Umstandshosen ziehen ein. Normale Hosen passen mir nicht mehr.

SSW 12
Der nächste Frauenarzttermin. Wir bekommen ein Outing. Zu 75 % wird es ein…. 😉
Ich bekomme 2 neue Mittel gegen die Übelkeit. Beide wirken nicht.

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Damit der Text nicht zu lang wird, habe ich mich dazu entschlossen bei jedem Update folgenden kleinen Steckbrief auszufüllen.

Schwangerschaftswoche: 9. – 12. Ssw.

Babygröße/Babygewicht: 
Woche 9: Ihr seit so groß wie eine Traube, ca. 2,3 cm (Scheitel bis zum Steiß) und wiegt ca.2 Gramm.
Woche 10: Ihr seit so groß wie eine Dattel, ca. 3,1 cm (Scheitel bis zum Steiß) und wiegt ca.4 Gramm.
Woche 11: Du bist so groß wie eine Feige, ca. 4,1 cm (Scheitel bis zum Steiß) und wiegst ca.7 Gramm.
Woche 12: Du bist so groß wie eine Pflaume, ca. 5,4 cm (Scheitel bis zum Steiß) und wiegst ca.14 Gramm.

Symptome/Komplikationen: Starke Übelkeit und Erbrechen.Krämpfe, Norovirus. Blutungen und der Verlust von Baby2

Arzttermine: 1 Untersuchung in SSW 10. Kontrolltermin ob es beiden Babys gut geht

Gewicht: -20 kg

Geschlecht: 75 % Tendenz in Woche 12. Wird aber erst bestätigt wenn es ein weiteres Outing gibt.

Gefühlsmodus: Ich falle in ein tiefes Loch. Der Verlust von BabyNr. 2 tut so verdammt weh…

Heißhunger: Wassereis!!! Kiwi

Das mag ich: Spuckfreie Zeiten. Die Babys im Ultraschall zu sehen.

Das kann ich zur Zeit gar nicht ab: Weihnachtsgerüche. Glückliche, gesunde schwangere Frauen

Kindsbewegungen: Keine. Babyerbse ist noch zu klein

Geburtsanzeichen: Keine.

In wenigen Tagen gibt es das nächste Update.

Bis Bald,
eure Tanja

Schwangerschaftsupdate 1. – 8. Ssw

Moin, moin ihr Lieben ♥
Einige Monate sind vergangen, seitdem wir unsere Schwangerschaft verkündet haben. Auf meinem YouTube-Channel gab es bereits regelmäßig einige Schwangerschaftsupdate Videos. Ich möchte aber auch auf meinem Blog über meine Schwangerschaft schreiben und fange heute gleich damit an.

5 Tage vor dem Eintreten der Periode:
Ich orakel noch immer mit meinen Ovulationstest. Am morgen mache ich wie gewohnt den ersten Test, klebe ihn in mein „Baby-Tagebuch“, notiere Zeit und Datum. Ein leichter, zweiter Strich ist zu sehen. Ich mach mir aber erstmal keine Hoffnungen

4 Tage vor dem Eintreten der Periode:
Ich erwarte nichts. Doch dann ist er da. Ganz klar und deutlich: ein 2. Strich. Am Abend dann der zweite Test: immernoch positiv und ich fange an zu hoffen, das es ENDLICH geklappt hat.

3 Tage vor dem Eintreten der Periode:
Bereits am Abend zuvor habe ich mir den Schwangerschafts-Frühtest im Bad bereit gelegt, damit ich gleich am Morgen testen kann. Ich mache den Test. Warte, warte, warte. Und er ist negativ. Ich bin enttäuscht, teste aber gleichzeitig nochmal mit dem Ovulationstest. Hier ist der zweite Strich immernoch deutlich zu sehen.

1 Tag vor dem Eintreten der Periode:
Ich wage es noch einmal. Aufstehen, Schwangerschaftstest aufreißen und warten. Und da ist er! Der gottverdammte zweite Strich!
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SSW 4 +6
Ich habe Schmerzen und gehe zum Arzt. Ich habe Angst. Wirklich große Angst. Bin ich WIRKLICH schwanger? Ist es vlt eine Eileiterschwangerschaft? Stimmt etwas nicht? Verliere ich mein Baby?! Meine Ärztin macht einen Ultraschall und nimmt mir Blut ab. Beim Ultraschall sehen wir 2 Fruchthöhlen. Was?! Zwillinge?!!! Uff!!! Ich freue mich, auch wenn die Ärztin die Schwangerschaft zu diesem Zeitpunkt noch nicht bestätigen kann. Damit die Babys bleiben und sich entwickeln, bekomme ich Bettruhe verschrieben. Nichts schweres heben Tanja! Wir wollen das Bäuchlein und auch die Babys wachsen sehen.
Ich bekomme einen Termin 2 Wochen später.

SSW 5
Ich freue mich. Für mich ganz alleine. Nur wenige Freunde wissen Bescheid. Menschen, denen ich sehr vertraue.Meine Angst die Babys zu verlieren ist einfach zu groß. Weder Mirko, noch meine Familie wissen von der Schwangerschaft. Ich brauch Gewissheit.
Ich rufe beim Arzt an, wegen der Blutergebnisse. Der HCG-Wert ist sehr hoch. Alles gut. Durchatmen und weiter ausruhen.

SSW 5+4
Ich kann nicht länger warten. Ich muss mich so oft übergeben und mir geht es körperlich so schlecht das ich Mirko doch vor dem nächsten Termin einweihe. Ich sage jedoch nichts von den 2 Fruchthöhlen. Die Angst ist immernoch da.

SSW 6+2
Nächster Arzttermin. Die Angst wird wieder größer. Meine Ärztin macht einen Ultraschall. Baby1 ist sofort zu sehen. Ja, da bist du. Baby2 sieht nicht gut aus. Meine Ärztin kann nicht genau sehen ob sich auch in der zweiten Fruchthöhle unser Baby2 richtig entwickelt hat. Wir sollen warten. 4 ganze Wochen lang, bis zum nächsten Termin. Ich bekomme meinen Mutterpass und bin glücklich und traurig zugleich. Die Angst um Baby2 ist groß und ich weiß nicht wie ich die 4 Wochen bis zum nächsten Termin schaffen soll…

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Damit der Text nicht zu lang wird, habe ich mich dazu entschlossen bei jedem Update folgenden kleinen Steckbrief auszufüllen.

Schwangerschaftswoche: 1. -8. Ssw.

Babygröße/Babygewicht:  Woche 8: Ihr seit so groß wie eine Himbeere, ca 1,6 cm (Scheitel bis zum Steiß) und wiegt ca.1 Gramm.

Symptome/Komplikationen: Von Anfang an starke Übelkeit und Erbrechen. Ich spucke bis zu 40 Mal am Tag und bin absolut kraftlos. Dazu kamen starke Krämpfe ab der 6. Schwangerschaftswoche. Kreislaufprobleme.

Arzttermine: Insgesamt 3 Stück. Die erste Untersuchung war in der 6. Ssw. Aufgrund der Schmerzen musste ich eine Woche später zur Kontrolle wieder zum Arzt und habe in der 8. Ssw. meinen Mutterpass bekommen und die offiziele Bestätigung der Schwangerschaft.

Gewicht: -8 kg in den ersten 8 Wochen.

Geschlecht: Unbekannt. Es ist noch viel zu früh.

Gefühlsmodus: Überglücklich, aber total fertig wegen der Übelkeit und dem Erbrechen. Ich habe Angst die Babys zu verlieren.

Heißhunger: Wassereis, Limo

Das mag ich: Spuckfreie Zeiten. Die Babys im Ultraschall zu sehen.

Das kann ich zur Zeit gar nicht ab: fettiges Essen und den Geruch von der Spühlmaschiene. Kaffee ist auch ganz schlimm.

Kindsbewegungen: Keine. Die Babyerbsen sind noch zu klein

Geburtsanzeichen: Keine.

In wenigen Tagen gibt es das nächste Update.

Bis Bald,
eure Tanja

Aus vier werden fünf

Wenn ihr uns auf Facebook, Instagram oder YouTube folgt dann habt ihr sicher schon auf diesen Blog-Beitrag gewartet:

Wir sind schwanger und erwarten im Juli 2017 unser 3. Kind.

Nach einem Jahr Beziehung sprachen Mirko und ich bereits über Kinder. Wir beide verspürten den Wunsch nach einem 3. Kind und wir waren uns einig dass der Altersabstand von Olivia und dem Baby nicht allzu hoch sein sollte.
Als wir uns auf die Suche nach einem Haus machten, waren 3 Kinderzimmer ein Muss.

Wir haben kaum jemandem von unserem Wunsch und unserer Entscheidung für ein drittes Kind erzählt. Wenn wir uns im Bloggerbereich umschauen, scheint der Trend zu einem 3-Kinder-Haushalt-und-mehr zu gehen. Aber wir leben hier nicht in Bloggerhausen, sondern in Ostfriesland. Bekommst du ein drittes Kind, wird dir der Stempel “ Asozial“ fast automatisch auf die Stirn gedrückt.
Natürlich hat das unsere Entscheidung nicht beeinflusst. Denn es ist UNSERE Entscheidung und nicht die des Dorfes. WIR wollen ein drittes Kind. Punkt.

Ich habe von Anfang an mit meiner wirklich wunderbaren Ärztin (das muss an dieser Stelle einfach erwähnt werden) über unseren Kinderwunsch gesprochen. Mir – bzw uns – war bewusst das es nicht einfach werden wird. Wir wussten das wir nicht nur einen Übungszyklus brauchen würden um einen positiven Test in der Hand halten zu dürfen. Man machte uns wenig Hoffnung, das es überhaupt klappen wird.

Hinter uns liegen zwei Jahre mit Arztbesuchen, Operationen und hunderten von negativen Schwangerschaftstests. Jedes mal war die Hoffnung groß das es dieses Mal vielleicht doch geklappt haben könnte, das der verdammte Schwangerschaftstest vielleicht einfach nur zu billig war. Also los zum Drogeriemarkt, mehr Geld für einen weiteren Markentest ausgeben und doch nur das gleiche Ergebniss sehen.
Es war wahnsinnig schwer. Wir haben wirklich alles probiert und als selbst die Mitarbeiter des Drogeriemarktes schon anfingen mir beim Kauf von den Testen irgendwelche Tipps zu geben, brach mein Herz und ich sagte mir: bis Weihnachten 2016 versuchen wir es noch und dann verabschieden wir uns von unserem Wunsch. Mehr ertrage ich nicht.

15820621_10211784209699542_676002026_oZwei Wochen später wurde der zweite Strich beim sogenannten „orakeln“ mit Ovulationstesten immer stärker. Zwei Tage vor ausbleiben der Periode war dann auch der gottverdammte, langersehnte zweite Strich auf dem Schwangerschaftstest zu sehen. Auf dem ersten, dem zweiten und ja auch auf dem dritten! Ich war außer mir vor Freude und hatte gleichzeitig auch wahnsinnige Angst. Im Frühjahr und Sommer 2016 mussten wir zwei Sternchen gehen lassen. Beim ersten Termin bei meiner Ärztin weinte sie mit mir vor Freude, das es endlich geklappt hat.
Als ich unser Baby das erste Mal sah, wurde mir erst richtig bewusst das ich WIRKLICH schwanger bin, das in mir unser drittes Kind heran wächst.
Mirko war sprachlos. Er hat sich so sehr gefreut und tut wirklich alles für mich um mich zu entlasten.

Hier seht ihr unser kleines Wunder. Baby, wir freuen uns riesig auf dich und können es kaum erwarten, dich im Juli im Arm halten zu dürfen ♥

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Unser Leben als Patchworkfamilie

Ich bin mit 18 von Zuhause ausgezogen. In eine Doppelhaushälfte, 110 m², Neubau, in eine andere Stadt, schwanger, die erste Zeit ohne Führerschein. Zusammen mit dem Erzeuger meiner großen Tochter. Ich rede nicht gerne über die Zeit. Sie war schwer. Sehr schwer. Vor allem für mich. Das Haus war zu groß, die Beziehung längst am Ende und ich allein.
Das war kein toller Start.
4 Monate später wohnte ich wieder bei meiner Mutter. Zusammen mit meinem Baby in meinem alten Kinderzimmer.
Und dann kam sie. Meine erste eigene Wohnung. Püppi und ich wohnten in einer kleinen, süßen 3 Z/K/B Wohnung und unser neues Leben begann. Mein Leben als alleinerziehende Mutter, ohne Kontakt zum Kindsvater.

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Püppi, 1 Jahr alt

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Spaß MUSS sein!

 

 

 

 

 

 

 

 

Mir ging es gut. Ihr ging es super. Ich kam super zurecht und hatte mit dem Status „alleinerziehend“ überhaupt keine Probleme.
Wir wurden ein unschlagbares Team.

In den 6 Jahren, bis zur Geburt von Mini, gab es 2 Beziehnungen mit Männern. Eine langjährige Fernbeziehung (Ostfriesland – Berlin) und dann die zu Minis Erzeuger. Wir haben in den Jahren aber weiterhin alleine gewohnt. Natürlich gab es mal Übernachtungsbesuch, aber nie über längere Zeit. Wir beide brauchten den Freiraum und der Gedanke mit einem Mann zusammenzuleben lag in weiter Ferne.

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Im 9. Monat schwanger

Im 4. Schwangerschaftsmonat ging die Beziehung zu Minis Erzeuger in die Brüche. Er ging. Das war für uns eine schwierige Zeit, für Püppi und für mich. Sie mochte ihn, freute sich wenn er da war und hatte sich gewünscht das wir bald alle zusammen leben.
Aber auch diese Situation meisterten wir und auch  gerade eingeschulten Kind und frisch geschlüpften Baby hatte ich mein Leben voll im Griff. Ich (wir) war geprobt im „alleine-sein“. Ich wusste was auf mich zukommt und war deswegen entspannt.

 

 

 

 

Püppi und Mini Im Karussell

Minis erste Karussellfahrt

Aus unserem 2er-Team wurde ein 3er Team. Wir waren zufrieden und glücklich. Aber ich war auch allein.
Ich hatte Sehnsucht nach Gesprächen mit einem Menschen, der mich liebt und mich versteht. Ich wollte einen Mann an meiner Seite der mich abends in den Arm nimmt und mir zeigt, das ich mehr bin. Nicht nur eine Mutter, sondern auch eine Frau. Ich wollte mich streiten und wieder versöhnen. Und das Küssen! DAS hat mir wahnsinnig gefehlt!

Ich legte es nicht darauf an, einen Mann kennenzulernen. Ich hatte 2 absolut schreckliche Dates und war soweit zu sagen: ’nen Mann brauch ich nicht. Der macht nur Arbeit. Vielleicht später, wenn die Kinder ausgezogen sind

Und dann kam Mirko. Kurz nach dem ersten Geburtstag von Mini kam er in mein Leben. Er hat mich von Anfang an verzaubert. Als ich mir meiner und seiner Gefühle sicher war, lernte er meine Familie kennen. Mini hat ihn sofort ins Herz geschlossen und ist bis heute ein absolutes (Papa)Mirko-Kind. Für Püppi war es etwa schwerer. Sie hatte immer noch den Gedanken im Hinterkopf, was mit Minis Erzeuger passierte. Sie hatte Angst, das auch er wieder geht und wir wieder alleine sind.

Aber auch sie mochte ihn, genau wie meine Familie von Anfang an sagte: Tanja, endlich hast du deinen sicheren Hafen gefunden!
Ich liebe seine Familie. Auch sie haben meine Kinder von Anfang an akzeptiert und ins Herz geschlossen. Keine Selbstverständlichkeit (schade eigentlich).

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Vor 1 Jahr haben wir den Schritt gewagt und sind in unsere erste gemeinsame Wohnung gezogen. Naja gut. Wohnung passt nicht ganz, denn unsere Doppelhaushälfte umfasst über 140 m² und hat sogar ein 3. Kinderzimmer, das zur Zeit als Büro/Gästezimmer genutzt wird.
Ich würde lügen wenn ich schreibe, dass das erste Jahr im gemeinsamen Haus einfach war und immer suuuuper toll. Das war es natürlich nicht. Für die Kinder war es schwierig mich zu teilen, für mich war es die ersten Wochen sehr schwer ihn und seinen Tagesablauf in meinen Alltag zu integrieren. Wir haben gestritten und ich musste lernen das es nicht nur für mich eine große Umstellung war, sondern auch für ihn.
Von einer kleinen Dachgeschoss-Wohnung in ein großes Haus. Mit einer nicht ganz so einfachen Freundin, einem vorpubertärem Mädchen und einem Kleinkind. DAS ist definitiv eine große Veränderung. Er hatte ab sofort Verantwortung für mich und die Kinder und nicht nur für sich selbst. Finanziell war es natürlich auch eine Umstellung.

Aber jetzt, fast 1 Jahr nach unserem Umzug, haben wir uns zusammengelebt und sind mehr als glücklich. Ich kann mir nicht mehr vorstellen alleine zu wohnen und liebe unsere kleine Patchworkfamilie abgöttisch! Wir sind alle zufrieden und glücklich und genau DAS, diese LIEBE, dieses GLÜCK, das wünsche ich all den alleinerziehenden Müttern da draußen. Ich wünsche das ihr einen Mann findet der euch UND eure Kinder/euer Kind ins Herz schließt, der euch in den Arm nimmt und euch daran erinnert das ihr nicht nur Mutter, sondern auch Frau seid.